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Schutzkonzept

Ein Schutzkonzept ist ein ganzheitlicher Plan, mit dem Unternehmen sexuelle Belästigung vorbeugen und im Ernstfall professionell bearbeiten können. Es besteht aus verschiedenen Bausteinen, die ineinandergreifen, um Beschäftigte sowie den Unternehmenserfolg zu schützen und die Arbeitgeberpflichten nach §§ 12, 13 AGG erfüllen.

 

Ziel ist es, Risiken zu minimieren, Führung zu entlasten und langfristig eine sichere Unternehmenskultur zu etablieren.

Bestandteile eines Schutzkonzepts

1. Leitbild

  • Definiert klare Haltung und Werte des Unternehmens

  • Ziel: Gemeinsames Verständnis von Grenzen und Verantwortung schaffen; Orientierung für alle – stärkt Kultur und Positionierung nach außen

2. Verhaltenskodex & Selbstverpflichtung

  • Definiert konkrete Regeln für Verhalten im Arbeitsalltag

  • Ziel: Grauzonen reduzieren und klare Grenzen definieren; Mehr Sicherheit für Mitarbeitende und Führungskräfte im Handeln

3. Fortbildungen besuchen & Workshops anbieten

  • Schulungskonzept für Mitarbeitende und Führungskräfte

  • Ziel: Alle im Unternehmen, auch Neueinsteiger:innen haben Wissen und Handlungskompetenz zum Thema; Aktive Prävention statt reaktives Krisenmanagement; Weniger Unsicherheit, bessere Reaktionen im Ernstfall;

4. Personalverantwortung

  • Sensible Auswahl, Einarbeitung und Führung von Mitarbeitenden

  • Ziel: Risiken frühzeitig erkennen und minimieren; Prävention beginnt schon im Recruiting & reduziert Vorfälle langfristig

5. Partizipation von Beschäftigten & Führungskräften

  • Einbindung und Mitbestimmung von Mitarbeitenden

  • Ziel: Steigerung der Wirksamkeit der Maßnahmen, da Mitarbeitende Selbstwirksamkeit erfahren, hinter den Lösungen stehen und mitbestimmen können, ob die Lösungen vertrauenswürdig und anschlussfähig im Arbeitsalltag sind. => Frühzeitige Prävention und höhere Wahrscheinlichkeit, dass Vorfälle gemeldet werden.

6. Beschwerdeverfahren

  • Klare, zugängliche Meldewege und professionelles Beschwerdesystem

  • Ziel: Einheitliche, sichere und strukturierte Bearbeitung von Vorfällen; Mehr Vertrauen, weniger Eskalation und rechtliche Absicherung

7. Notfallplan & Transparenz

  • Konkrete Abläufe für den Ernstfall, Klare Ansprechpersonen & Abläufe, nachvollziehbare Sanktionen

  • Ziel: Schnelles und sicheres Handeln ermöglichen; Vermeidung von Chaos und Fehlentscheidungen

8. Kooperation mit Fachleuten

  • Zusammenarbeit mit externen Expert:innen - wann, wie, warum?

  • Ziel: Fachliche Qualität und objektive Perspektive sichern; Entlastung intern und höhere Professionalität im Umgang mit Fällen oder Konflikten

Pragmatisch schlägt perfekt. Ihr braucht ein Schutzkonzept, das wirkt - kein 80 Seiten Pamphlet, das niemand kennt, liest oder versteht. 

Wozu dient ein Schutzkonzept?

Ein Schutzkonzept schafft klare Standards, Zuständigkeiten und Orientierung – sowohl für Mitarbeitende als auch für Führungskräfte. Dadurch entstehen mehr Handlungssicherheit, ein professioneller Umgang mit Beschwerden und weniger Eskalationen oder ad-hoc Krisenmanagement.

Gleichzeitig signalisiert ein wirksames Schutzkonzept nach innen und außen, welche Unternehmenskultur gelebt wird und dass Schutz und Verantwortung ernst genommen werden. Langfristig entlastet das Organisationen nicht nur organisatorisch und kommunikativ, sondern hilft auch dabei, rechtliche Schutzpflichten nach dem AGG zuverlässig umzusetzen.

Wie läuft die Erstellung eines Schutzkonzepts ab?
  1. Zunächst erfolgt eine Bestandsaufnahme. Dabei wird analysiert, wo im Arbeitsalltag Risiken bestehen, welche Vorfälle bereits vorkommen und welche Strukturen im Unternehmen bereits vorhanden sind.

  2. Darauf aufbauend werden klare Regeln und Standards definiert: Was gilt als sexuelle Belästigung, welches Verhalten ist nicht akzeptabel und welche Konsequenzen folgen bei Verstößen.

  3. Ein zentraler Bestandteil sind außerdem Beschwerde- und Unterstützungsstrukturen. Dazu gehört, wer zuständig ist, wie Meldungen erfolgen können und wie Betroffene geschützt und begleitet werden.

  4. Parallel dazu werden Präventionsmaßnahmen und Schulungen entwickelt. Ziel ist es, Handlungssicherheit aufzubauen – insbesondere bei Mitarbeitenden und Führungskräften.

  5. Ebenso wichtig ist die interne Kommunikation, damit das Schutzkonzept im Alltag bekannt ist und tatsächlich genutzt wird.

 

Entscheidend ist: Ein Schutzkonzept ist kein einmaliges Dokument, sondern ein fortlaufender Prozess. Es muss regelmäßig überprüft, angepasst und weiterentwickelt werden, damit es in der Praxis wirksam bleibt.

In einem Kennenlerngespräch besprechen wir, wo ihr steht und welche Aufgaben ihr intern erledigt bzw. an mich auslagern möchtet: Von punktuellem, theoretischem Input über regelmäßige Sparringtermine im Entwicklungsprozess bis zur kompletten Planung des Projektes und eigener Durchführung von Interviews - ihr sagt mir, welche Unterstützung ihr braucht.

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